Frühblüher treiben schon aus, wenn es noch kalt ist und andere Pflanzen und insbesondere Bäume noch keinen ausgeprägten Blattwuchs haben – das Sonnenlicht dringt dann noch weitgehend ungehindert zu ihnen durch. Das Besondere an Frühblühern ist, dass sie Licht und Wärme schon einem frühen Zeitpunkt im Jahr für ihren Stoffwechsel nutzen können, weil sie Reservestoffe wie Stärke und Mineralien in sogenannten Erneuerungsorganen gespeichert haben. Dadurch sind sie früher startklar für Wachstum und Blüte als andere Pflanzen, die nicht über ähnliche Energievorräte verfügen.
Welche Frühblüher gibt es?
Die meisten Frühblüher sind Geophyten: Das, was von der Pflanze den Winter übersteht, liegt bei ihnen unterhalb der Erdoberfläche. Schneeglöckchen gehören dazu – sie blühen teilweise schon, während noch, klar, Schnee liegt. Krokusse haben ihre Energiereserven clever in Knollen angelegt, Winterlinge profitieren beim Frühstart von den Vorräten in ihren Rhizomen. Doch die sollte man aber auf keinen Fall essen, denn sie sind hochgiftig! Aber es gibt auch Frühblüher ohne unterirdische Energiespeicher.
Nektarquellen für Bienen und Schmetterlinge
Besonders frostresistent sind die Erneuerungsknospen der Großen Sternmiere. Bei Schlüsselblumen und Gänseblümchen ist die ganze Pflanze so frostresistent, dass sie an geschützten Stellen bereits sehr früh im Jahr blühen und dann zu den ersten Nektarquellen für Bienen und Schmetterlinge werden. Weitere bekannte Frühblüher sind das Buschwindröschen, das Gelbe Windröschen, das Leberblümchen und die Christrose, die mitunter schon im November oder Dezember zu sichten ist. Und – für die Küche besonders wichtig – im März ist Bärlauch-Zeit!
Energetische Kunstwerke
Fazit: Frühblüher sind energetische Kunstwerke der Pflanzenwelt, die den Frühling und manchmal sogar den Winter mit ihrem Farbenspiel bereichern. Gesund und lecker ist der Bärlauch, dagegen haben die giftigen Winterlinge nichts in der Küche verloren.
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