Klarheit schaffen in der Versuchsplanung
Dies sind nur einige Beispiele für – trotz großer Ähnlichkeiten völlig verschiedene – Versuchsfragen, die sich eine medizinische oder eine landwirtschaftliche Forschungsgruppe stellen kann. Und es muss immer der erste Schritt in der Versuchsplanung sein, sich Klarheit darüber zu verschaffen, welche Frage genau man untersuchen will. Denn daraus ergeben sich Konsequenzen sowohl für die Art und Weise der Datenerfassung als auch für die statistische Auswertung der gewonnenen Daten. Es wäre methodisch falsch, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun, d.h. einfach planlos Daten zu erfassen und durch die statistische Auswertung zu „klären“, was mit den Daten gezeigt werden soll.
„Wir messen erstmal …“
Leider laufen viele Experimente genau so ab: „Wir messen erstmal und schauen später, was rauskommt.“ So können keine reproduzierbaren und belastbaren Erkenntnisse über die Signifikanz von Mess- oder Untersuchungsergebnissen gewonnen werden. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann gerade im medizinischen Bereich hochgefährlich werden, wenn beispielsweise einem Medikament allein aufgrund eines ungeeigneten Studien-Setups fälschlicherweise eine positive Hauptwirkung attestiert wird, die es in Wirklichkeit gar nicht hat.
Design of Experiments
Hier setzt die Versuchsplanung ein, oft auch im Deutschen „Design of Experiments“ genannt: Sie stellt einen systematischen Rahmen dar, der den Versuchsdurchführenden dabei hilft, ihre Experimente so zu gestalten und auszuwerten, dass Ursache-Wirkungs-Beziehungen herausgeschält und der Einfluss von stochastischen oder systematischen Störgrößen quantifiziert werden kann.
Wie kommt es zu einem Blackout?
In Berlin (Deutschland) kam es kürzlich zu einem tagelangen Stromausfall aufgrund eines terroristischen Anschlags. Es gibt – abgesehen von Sabotage oder Terrorakten – verschiedene physikalisch-technische Ursachen und Faktoren, die zu einem großflächigen Blackout...
Wie funktioniert die Stadieneinteilung bei Krebs?
Heute ist für die Stadieneinteilung das sogenannte TNM-System maßgeblich. Es arbeitet mit den drei Kategorien „Primärtumor“ (englisch: „Tumor“), „Lymphknotenbefall“ („Node“) und „Metastasierung“ („Metastasis“). Die Stadieneinteilung bei Krebs war zunächst ein...
Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?
Wie neue Ideen und neue Technologien unsere Gesundheitsversorgung verändern – darum geht es 2026 im Wissenschaftsjahr für die Medizin der Zukunft. Das Wissenschaftsjahr für die Medizin der Zukunft wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt...
Metallographie – von den Grundlagen bis zu neuesten Methoden und Techniken
Die 16. Auflage des klassischen Lehrbuchs "Metallographie" von Schumann, herausgegeben von Heinrich Oettel und Gaby Ketzer-Raichle, präsentiert sich als unverzichtbares Werk für alle, die sich mit der Analyse und Untersuchung metallischer Werkstoffe beschäftigen....


